Green Wall Coffee
zubereitung

Macht die Mokkakanne wirklich Espresso?

Nein — sie macht einen starken, espressoähnlichen Kaffee, aber keinen echten Espresso. Echter Espresso braucht 9 bar Druck, die Mokkakanne erzeugt nur 1–2 bar. Daher fehlt die Crema und die typische Konzentration eines Siebträger-Espressos.

Macht die Mokkakanne wirklich Espresso?

Nein — sie macht einen starken, espressoähnlichen Kaffee, aber keinen echten Espresso. Echter Espresso braucht 9 bar Druck, die Mokkakanne erzeugt nur 1–2 bar. Daher fehlt die Crema und die typische Konzentration eines Siebträger-Espressos.

Warum das so ist

Im italienischen Alltag heißt die Mokkakanne „la macchinetta per il caffè” — die kleine Kaffeemaschine. Und der Kaffee, der daraus kommt, wird oft als „espresso” bezeichnet. Das hat historische Gründe: Bevor Espressomaschinen erschwinglich wurden, war die Mokkakanne die stärkste Kaffeezubereitungsmethode für zuhause. Aber technisch ist der Unterschied erheblich.

Echter Espresso:

  • 9 bar Druck (entspricht 9 kg pro cm²).
  • 25–30 ml in 25–30 Sekunden.
  • Feiner Mahlgrad, fest getampert.
  • Crema: goldbraune Schicht aus emulgierten Kaffeeölen und CO₂.
  • Sehr hohe Konzentration (8–10 % gelöste Feststoffe).

Mokkakannen-Kaffee:

  • 1–2 bar Druck (Dampfdruck).
  • 30–60 ml in 2–4 Minuten.
  • Mittelfeiner Mahlgrad, nicht getampert.
  • Keine echte Crema (manchmal eine leichte Schaumschicht, aber nicht vergleichbar).
  • Geringere Konzentration als Espresso, aber deutlich stärker als Filterkaffee.

Was die Mokkakanne gut kann: Einen kräftigen, aromatischen Kaffee mit mehr Körper als Filterkaffee. In Italien trinkt man ihn pur oder mit Zucker — und er ist köstlich, wenn man ihn nicht als gescheiterten Espresso betrachtet, sondern als eigene Zubereitungsform.

Was sie nicht kann: Die Textur, Konzentration und Crema eines echten Espressos reproduzieren. Wer Milchgetränke wie Cappuccino oder Latte Art machen will, braucht eine richtige Espressomaschine — die Konzentration des Mokkakannen-Kaffees reicht nicht, um sich gegen 150–200 ml Milch durchzusetzen.

Die Bezeichnung „Espressokocher” auf Verpackungen ist Marketing — kein technisch korrekter Begriff. Das sollte aber niemanden davon abhalten, die Mokkakanne zu lieben. Sie macht einfach etwas anderes als Espresso, und das ist gut so.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 sage ich Gästen: Die Mokkakanne ist großartig für das, was sie ist — einen starken Kaffee mit Charakter. Erwarte keinen Espresso, und du wirst nicht enttäuscht. Wer echten Espresso zuhause will, muss in einen Siebträger investieren. Wer einen kräftigen, unkomplizierten Kaffee will, ist mit der Mokkakanne bestens bedient.

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Komm vorbei in der Sophienstraße 27 — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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