Welchen Mahlgrad brauche ich für die Mokkakanne?
Mittel bis mittelfein — feiner als Filterkaffee, aber gröber als Espresso. Etwa wie feiner Sand. Zu fein macht den Kaffee bitter und kann den Durchfluss blockieren. Das Kaffeemehl niemals festdrücken.
Welchen Mahlgrad brauche ich für die Mokkakanne?
Mittel bis mittelfein — feiner als Filterkaffee, aber gröber als Espresso. Etwa wie feiner Sand. Zu fein macht den Kaffee bitter und kann den Durchfluss blockieren. Das Kaffeemehl niemals festdrücken.
Warum das so ist
Die Mokkakanne (Bialetti) arbeitet mit Dampfdruck — etwa 1,5–2 bar, deutlich weniger als eine Espressomaschine (9 bar). Heißes Wasser wird im unteren Kessel durch Dampfdruck nach oben durch das Kaffeemehl gepresst. Die Kontaktzeit ist kürzer als bei Filterkaffee, aber länger als bei Espresso.
Dieser Mittelweg zwischen Druck- und Schwerkraftbrühen verlangt einen Mahlgrad, der ebenfalls dazwischen liegt. Zu feines Kaffeemehl (Espresso-Mahlgrad) würde bei dem niedrigeren Druck den Durchfluss blockieren oder so stark verlangsamen, dass der Kaffee überextrahiert und bitter wird. Im schlimmsten Fall baut sich gefährlicher Druck auf. Zu grobes Mahlgut (Filtermahlgrad) lässt das Wasser zu schnell durch — der Kaffee wird dünn und wässrig.
Der Zielbereich liegt bei feinem Sand. Feiner als Meersalz, aber nicht so pudrig wie Espresso. Wenn man das Mahlgut zwischen den Fingern reibt, spürt man einzelne Körner, aber es fühlt sich nicht grobkörnig an.
Ein häufiger Fehler: Das Kaffeemehl im Sieb der Mokkakanne festdrücken (tampern). Bei einer Espressomaschine ist Tampern nötig, bei der Mokkakanne gefährlich. Der niedrigere Druck kann einen festgedrückten Puck nicht durchdringen. Das Ergebnis: blockierter Durchfluss, übermäßiger Druckaufbau und im Extremfall ein Sicherheitsventil, das auslöst. Das Kaffeemehl locker einfüllen und glattstreichen, nicht drücken.
Wer vorgemahlenen Kaffee aus dem Supermarkt für die Mokkakanne verwendet, greift am besten zu einer Mischung, die als „für Mokka” oder „für Herdkanne” deklariert ist. Universal-Mahlgrad (für Filtermaschinen) ist oft etwas zu grob, Espresso-Mahlung zu fein.
In der Praxis bei Green Wall Coffee
In der Sophienstraße 27 mahlen wir für die Mokkakanne eine Stufe gröber als für Espresso. Gästen, die eine Bialetti zuhause haben, empfehle ich: mittelfeinen Mahlgrad, heißes Wasser (nicht kalt) in den Kessel, bei mittlerer Hitze auf den Herd und abnehmen, sobald der Kaffee zu gurgeln beginnt. Mit dem richtigen Mahlgrad schmeckt der Mokkakannen-Kaffee kräftig, aber nicht bitter.
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