Welchen Mahlgrad brauche ich für Espresso?
Sehr fein — wie Puderzucker oder feiner Sand. Das Kaffeemehl fühlt sich zwischen den Fingern leicht klebrig an. Richtwert: 18 g sollten in 25–30 Sekunden zu 36 g Espresso extrahieren.
Welchen Mahlgrad brauche ich für Espresso?
Sehr fein — wie Puderzucker oder feiner Sand. Das Kaffeemehl fühlt sich zwischen den Fingern leicht klebrig an. Richtwert: 18 g sollten in 25–30 Sekunden zu 36 g Espresso extrahieren.
Warum das so ist
Espresso ist eine Hochdruck-Extraktion. Die Maschine presst heißes Wasser mit 9 bar Druck durch einen kompakten Kuchen aus Kaffeemehl — das sogenannte Puck. Damit das Wasser nicht einfach durchschießt, muss der Mahlgrad fein genug sein, um Widerstand zu bieten. Gleichzeitig darf er nicht so fein sein, dass das Wasser gar nicht mehr durchkommt.
Der ideale Espresso-Mahlgrad ist feiner als für jede andere Zubereitungsmethode. Er liegt zwischen Puderzucker und feinem Sand. Reibt man das Kaffeemehl zwischen Daumen und Zeigefinger, sollte es sich leicht klebrig anfühlen und zusammenklumpen. Rieselt es wie Sand auseinander, ist es zu grob für Espresso.
Die genaue Einstellung hängt von der Mühle ab — jede Mühle hat ihre eigene Skala. Statt nach einer universellen Zahl zu suchen, orientiert man sich am Ergebnis: 18 g Kaffeemehl im Sieb, 36 g Espresso in der Tasse, Durchlaufzeit 25–30 Sekunden. Das ergibt ein Ratio von 1:2 und eine ausgewogene Extraktion.
Läuft der Espresso zu schnell (unter 20 Sekunden), ist der Mahlgrad zu grob — das Ergebnis schmeckt wässrig und sauer. Läuft er zu langsam (über 35 Sekunden), ist er zu fein — der Espresso wird bitter und überextrahiert. In beiden Fällen den Mahlgrad in kleinen Schritten anpassen. Espressomühlen bieten dafür stufenlose Einstellungen — ein Klick kann den Unterschied machen.
Wichtig: Der optimale Mahlgrad ändert sich. Frischere Bohnen brauchen in der Regel einen gröberen Mahlgrad als ältere, weil sie mehr CO₂ enthalten, das den Durchfluss verlangsamt. Auch Luftfeuchtigkeit und Temperatur spielen eine Rolle. Professionelle Baristas justieren den Mahlgrad mehrmals am Tag.
In der Praxis bei Green Wall Coffee
In der Sophienstraße 27 justiere ich den Mahlgrad morgens beim ersten Shot und überprüfe ihn über den Tag. Bei Wetterumschwüngen oder neuen Bohnen kann sich die Einstellung ändern. Gästen, die zuhause Espresso machen, sage ich: Investiert in eine Mühle mit feiner Einstellbarkeit. Günstige Mühlen mit groben Stufen können Espresso-Mahlgrade oft nicht sauber treffen — und das macht den Unterschied zwischen einem guten und einem trinkbaren Espresso.
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Mehr Tiefe zum Thema findest du im Artikel Espresso perfekt zubereiten. Oder komm vorbei in der Sophienstraße 27 — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.
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