Green Wall Coffee
zubereitung

Wie bereite ich French-Press-Kaffee richtig zu?

60 g grob gemahlenen Kaffee pro Liter, 94 °C heißes Wasser, 4 Minuten ziehen lassen, Stempel langsam runterdrücken und sofort umfüllen. Kaffee nie in der Kanne stehen lassen — er extrahiert weiter und wird bitter.

Wie bereite ich French-Press-Kaffee richtig zu?

60 g grob gemahlenen Kaffee pro Liter, 94 °C heißes Wasser, 4 Minuten ziehen lassen, Stempel langsam runterdrücken und sofort umfüllen. Kaffee nie in der Kanne stehen lassen — er extrahiert weiter und wird bitter.

Warum das so ist

Die French Press ist eine Immersionsmethode: Kaffee und Wasser stehen in direktem Kontakt, ohne Papierfilter dazwischen. Das Metallsieb trennt am Ende nur den groben Kaffeesatz ab, lässt aber Kaffeeöle und Feinstpartikel durch. Das Ergebnis: ein vollmundiger, körperreicher Kaffee mit samtiger Textur — ganz anders als die klare Tasse aus der V60.

Schritt für Schritt:

1. Wasser kochen und kurz abkühlen lassen. Ziel: 92–96 °C. Wer kein Thermometer hat: Wasserkocher aufkochen lassen, Deckel öffnen, 30–60 Sekunden warten.

2. Kaffee grob mahlen. Wie grobes Meersalz. Das ist deutlich gröber als für Filterkaffee. Zu fein gemahlener Kaffee führt zu Überextraktion (bitter) und schlammiger Tasse.

3. Kaffee in die Kanne geben. 60 g pro Liter Wasser. Für eine Standard-French-Press (350 ml) sind das 21 g, für eine große (1 Liter) 60 g.

4. Wasser aufgießen. Alle Kaffeepartikel gleichmäßig benetzen. Kurz umrühren, damit kein trockenes Kaffeemehl an der Oberfläche schwimmt.

5. Deckel auflegen, 4 Minuten warten. Den Stempel noch nicht runterdrücken — er liegt nur locker auf, damit die Wärme nicht entweicht.

6. Stempel langsam und gleichmäßig herunterdrücken. Wenn er sich schwer drücken lässt, war der Mahlgrad zu fein. Wenn er ohne Widerstand durchgleitet, war er zu grob.

7. Sofort ausgießen. Das ist der wichtigste Schritt, den die meisten überspringen. Der Kaffeesatz liegt unter dem Sieb weiter im Wasser. Solange Kaffee in der Kanne steht, extrahiert er weiter — nach 8–10 Minuten schmeckt er bitter und harsch. Alles, was nicht sofort getrunken wird, in eine Thermoskanne oder Tasse umfüllen.

Häufigster Fehler: Zu feiner Mahlgrad und zu langes Stehenlassen. Die Kombination aus beidem macht French-Press-Kaffee für viele zum bitteren Erlebnis — dabei liegt es nicht an der Methode, sondern an der Ausführung.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 servieren wir keinen French-Press-Kaffee, aber viele Gäste nutzen die Methode zuhause. Mein Tipp: Die French Press ist die ehrlichste Zubereitungsmethode — sie verzeiht wenig, belohnt aber mit einem unglaublich vollen Mundgefühl. Wer bisher nur vorgemahlenen Kaffee aus dem Supermarkt in die French Press gibt, wird mit frisch gemahlenen Bohnen einen Quantensprung erleben.

Verwandte Fragen

Komm vorbei in der Sophienstraße 27 — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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