Ist Kaffee nachhaltig oder klimaschädlich?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Beides: Kaffeeanbau hat einen relevanten ökologischen Fußabdruck durch Wasserverbrauch, Transport und Verpackung. Nachhaltig angebauter Kaffee aus Agroforst kann jedoch Biodiversität fördern und Böden schützen.

Warum das so ist

Kaffee ist einer der wichtigsten Agrarrohstoffe der Welt. Rund 10 Milliarden Kilogramm werden jährlich produziert — das hat Konsequenzen für Klima und Umwelt.

Der ökologische Fußabdruck:

Wo Kaffee nachhaltig sein kann:

Die größte Bedrohung — der Klimawandel selbst:

Der Kaffeeanbau ist gleichzeitig Verursacher und Opfer des Klimawandels. Steigende Temperaturen verschieben die Anbaugrenzen nach oben, begünstigen Schädlinge wie den Kaffeekirschenkäfer und könnten bis 2050 ganze Anbauregionen unbrauchbar machen. Äthiopien könnte bis zu 60 % seiner Anbaufläche verlieren.

Was du als Konsument tun kannst:

  1. Ganze Bohnen statt Kapseln kaufen
  2. Specialty Coffee aus transparenten Lieferketten wählen
  3. Pflanzenmilch statt Kuhmilch verwenden
  4. Kaffeesatz kompostieren statt wegwerfen

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 kaufen wir bei Specialty-Röstereien, die Herkunft und Aufbereitung offenlegen. Wir bieten Hafer-, Erbsen- und Kokosdrink ohne Aufpreis an und nutzen für Kaffee zum Mitnehmen das Recup-Pfandsystem. Das löst nicht alle Probleme der Kaffeeindustrie — aber es zeigt, dass bewusster Kaffeekonsum im Alltag möglich ist.

Wenn du es selbst probieren willst: Sophienstraße 27, Berlin-Lichtenberg. Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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