Kann ich die French Press auch für Tee verwenden?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Ja, technisch funktioniert das gut — aber die Kanne nimmt Kaffeegeschmack an. Wer dauerhaft beides nutzen will, braucht zwei Kannen. Nach der Ziehzeit den Stempel sofort drücken, damit die Blätter nicht weiter ziehen.

Warum das so ist

Die French Press ist im Prinzip ein Gefäß mit Sieb — und genau das braucht man auch für losen Tee. Teeblätter rein, heißes Wasser drauf, ziehen lassen, Stempel runter. Für Grüntee, Kräutertee und Früchtetee funktioniert das ausgezeichnet. Teebeutel braucht man dafür nicht.

Das Problem: Geschmacksübertragung. Kaffeeöle setzen sich in den Mikroporen des Glases, in den Gummidichtungen und im Metallsieb fest. Auch nach gründlichem Reinigen bleibt ein leichter Kaffeegeschmack — der sich auf den Tee überträgt. Bei kräftigen Schwarztees fällt das kaum auf, bei feinem Grüntee oder Jasmin-Tee schon.

Lösung: Wer regelmäßig beides zubereiten will, kauft einfach eine zweite French Press. Eine einfache Kanne kostet 15–20 Euro. Die Investition lohnt sich, weil man weder Kaffee noch Tee geschmacklich kompromittieren muss.

Weitere Einsatzmöglichkeiten der French Press:

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 nutzen wir die French Press nicht für Tee — dafür haben wir eigene Teekannen. Aber für zuhause ist der Tipp mit der zweiten Kanne Gold wert. Und der Cold-Brew-Trick in der French Press ist der einfachste Einstieg in kalten Kaffee.

Wenn du es selbst probieren willst: Sophienstraße 27, Berlin-Lichtenberg. Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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