Was ist ein Americano und wie unterscheidet er sich vom Lungo?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Americano: Espresso nachträglich mit heißem Wasser auf 150–200 ml verlängert. Lungo: mehr Wasser wird durch dasselbe Kaffeemehl gepresst (50–80 ml). Beim Lungo werden zusätzliche Bitterstoffe extrahiert, beim Americano wird das fertige Konzentrat nur verdünnt.

Warum das so ist

Beide Getränke sind größer als ein Espresso, aber sie entstehen auf grundlegend verschiedene Weise — und das verändert den Geschmack erheblich.

Americano:

Lungo:

Warum der Americano meist die bessere Wahl ist: Beim Americano kontrolliert man die Extraktion perfekt — erst den besten Espresso ziehen, dann mit Wasser auf die gewünschte Stärke verdünnen. Beim Lungo riskiert man Überextraktion, weil die zusätzliche Durchlaufzeit nicht nur Aromen, sondern auch unerwünschte Bitterstoffe löst.

Der Name „Americano" stammt der Legende nach von amerikanischen GIs im Zweiten Weltkrieg, die den starken italienischen Espresso mit Wasser verdünnten, um etwas Ähnliches wie ihren gewohnten Filterkaffee zu bekommen.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 machen wir den Americano aus einem Espresso und heißem Wasser, den großen mit einem zweiten Shot. Das ergibt ein kräftiges, aber trinkbares Getränk mit vollem Espresso-Aroma. Lungos bieten wir nicht aktiv an — der Americano ist für uns die bessere Variante.

Wenn du es selbst probieren willst: Sophienstraße 27, Berlin-Lichtenberg. Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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