Welcher Mahlgrad funktioniert in der AeroPress?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Sehr flexibel: von mittelfein (Tafelsalz) für schnelle, konzentrierte Shots bis mittelgrob für längere, filterähnliche Brühungen. Der Mahlgrad muss zur Brühzeit passen — feiner = kürzer, gröber = länger.

Warum das so ist

Beim Mahlgrad ist die AeroPress eine der flexibelsten manuellen Brühmethoden. Während die French Press zwingend grob und die V60 mittel-fein braucht, arbeitet die AeroPress in einem breiten Spektrum — weil der manuelle Druck als zusätzliche Variable dient.

Fein (wie Espresso bis Tafelsalz):

Mittelfein (Standard, wie Tafelsalz):

Mittel bis mittelgrob:

Grob (wie für French Press): Für die AeroPress zu grob. Die kurze Kontaktzeit und der Papierfilter ergeben eine wässrige, unterextrahierte Tasse.

Praktischer Test: Der Presswiderstand verrät viel. Wenn der Kolben sich in 20–30 Sekunden gleichmäßig und mit moderatem Druck durchpressen lässt, stimmt der Mahlgrad. Zu leicht = zu grob. Zu schwer = zu fein.

Das unterscheidet die AeroPress von den meisten Brühmethoden: Bei der V60 bestimmt der Mahlgrad die Durchlaufzeit. Bei der French Press bestimmt er die Klarheit. Bei der AeroPress kann man den Mahlgrad frei wählen und Brühzeit plus Druck darauf abstimmen — deshalb gibt es Hunderte verschiedene AeroPress-Rezepte.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 empfehle ich als Startpunkt mittelfein — wie Tafelsalz. Das funktioniert mit den meisten Standard-Rezepten und verzeiht kleine Abweichungen. Wer experimentierfreudiger ist, probiert mal feiner mit kürzerer Zeit für einen espressoartigen Shot.

Schau gern auf einen Kaffee vorbei — Green Wall Coffee, Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg, Mo–Fr 8–17 Uhr und Sa 10–17 Uhr.

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Vertiefender Artikel: Pour-Over-Anleitung V60

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