Was sind die Big Three-Anbauländer?
Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Brasilien dominiert bei Arabica mit einem Drittel der Weltproduktion, Vietnam ist der größte Robusta-Produzent, Kolumbien gilt als Benchmark für gewaschenen Arabica.
Was sind die Big Three-Anbauländer?
Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Brasilien dominiert bei Arabica mit einem Drittel der Weltproduktion, Vietnam ist der größte Robusta-Produzent, Kolumbien gilt als Benchmark für gewaschenen Arabica.
Warum das so ist
Die drei größten Kaffee-Produzenten der Welt haben jeweils eine eigene Rolle im globalen Markt. Zusammen verantworten sie über die Hälfte der weltweiten Kaffeeproduktion.
Brasilien ist seit über 150 Jahren die unbestrittene Nummer eins. Mit rund 55–60 Millionen Sack pro Jahr (à 60 kg) produziert das Land so viel Kaffee wie Vietnam und Kolumbien zusammen. Die Anbauflächen in Minas Gerais, São Paulo und Espírito Santo sind riesig und erlauben maschinelle Ernte. Brasilianischer Kaffee hat typischerweise ein nussig-schokoladiges Profil mit wenig Säure — ideal für Espresso-Blends.
Vietnam überholte Kolumbien in den 1990er-Jahren als zweitgrößter Produzent. Der Anbau konzentriert sich fast ausschließlich auf Robusta in den zentralen Hochebenen. Vietnamesischer Kaffee landet größtenteils in löslichem Kaffee und industriellen Mischungen, aber eine wachsende Specialty-Szene im Land beginnt, auch hochwertigere Lots zu produzieren.
Kolumbien produziert weniger als Brasilien oder Vietnam, gilt aber als Qualitätsbenchmark für gewaschenen Arabica. Die kolumbianische Topographie — steile Berghänge, keine Maschinenernte möglich — erzwingt Handarbeit, die zu höherer Qualität führt. Regionen wie Huila, Nariño und Tolima liefern Kaffees mit klarer Süße, lebhafter Säure und floralen Noten.
Die Reihenfolge der Big Three ist seit Jahrzehnten stabil, aber Herausforderer wie Honduras (inzwischen größter Produzent Mittelamerikas), Äthiopien und Uganda gewinnen an Bedeutung — vor allem im Specialty-Segment.
In der Praxis bei Green Wall Coffee
In unserem Café in der Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg kommt unser Espresso-Blend häufig aus Brasilien und Kolumbien — die klassische Kombination aus brasilianischem Körper und kolumbianischer Süße. Beim Filterkaffee wechsle ich gerne zwischen Kolumbien und Herkunftsländern, die in der Massenstatistik nicht auftauchen, aber geschmacklich die Liga anführen: Kenia, Äthiopien, Guatemala.
Verwandte Fragen
- Welche Länder produzieren am meisten Kaffee?
- Wo wird Kaffee weltweit angebaut?
- Warum schmeckt äthiopischer Kaffee fruchtig und brasilianischer nussig?
Mehr Tiefe zum Thema findest du im Artikel Espresso perfekt zubereiten. Oder komm vorbei in der Sophienstraße 27 — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.
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