Sollte ich heißes oder kaltes Wasser einfüllen?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Heißes Wasser ist besser. Die Mokkakanne muss nicht erst Wasser zum Kochen bringen, das Kaffeemehl bekommt weniger Hitze von unten ab, und der Kaffee wird deutlich weniger bitter. Zusätzlich geht der Brühvorgang schneller.

Warum das so ist

Die klassische Anleitung für die Mokkakanne sagt: kaltes Wasser einfüllen, auf den Herd stellen, warten. Das Problem: Bis das kalte Wasser kocht, vergehen 3–5 Minuten. In dieser Zeit sitzt das Kaffeemehl im Trichter direkt über dem heißer werdenden Wasser und wird von unten immer weiter aufgeheizt — ohne dass Brühwasser durchfließt. Diese trockene Hitze verbrennt den Kaffee und produziert bittere, aschige Noten.

Mit heißem Wasser (frisch vom Wasserkocher, nicht mehr sprudelnd kochend) verkürzt sich die Aufheizphase auf unter eine Minute. Das Kaffeemehl wird deutlich weniger lange erhitzt, bevor der eigentliche Brühvorgang beginnt. Das Ergebnis: ein milderer, aromatischerer Kaffee mit weniger Bitterkeit.

Der Unterschied ist erheblich. Heißes Wasser ergibt meist einen saubereren, weniger verbrannt schmeckenden Kaffee. Es ist der einfachste und wirkungsvollste Trick für besseren Mokkakannen-Kaffee.

Praktischer Hinweis: Wenn man heißes Wasser in den Aluminium-Kessel füllt, wird der Kessel sofort heiß. Mit einem Topflappen oder Handtuch greifen, wenn man die obere Kanne aufschraubt. Edelstahl-Modelle werden weniger heiß am Griff.

Zusammenfassung der Vorteile:

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 ist das der Tipp Nummer eins für alle Mokkakanne-Nutzer. Kein anderer einzelner Schritt verbessert den Geschmack so deutlich. Einfach den Wasserkocher benutzen, der sowieso in jeder Küche steht — fertig.

Wenn du es selbst probieren willst: Sophienstraße 27, Berlin-Lichtenberg. Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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