Warum gibt es bei manchen Cafés keine Sirupe?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Specialty-Cafés verzichten bewusst auf Sirupe, weil sie das natürliche Aroma der Bohne überdecken. Hochwertig gerösteter Kaffee bringt von Natur aus komplexe Geschmacksnoten mit — fruchtig, schokoladig, nussig.

Warum das so ist

In großen Kaffee-Ketten sind Sirupe ein fester Bestandteil der Karte: Vanille, Karamell, Haselnuss, saisonale Sorten wie Pumpkin Spice. Das funktioniert, weil der Basiskaffee dort meist industriell geröstet ist — dunkel, bitter, wenig Eigengeschmack. Sirupe überdecken diese Bitterkeit und machen das Getränk süß und aromatisch.

In Specialty-Cafés ist die Ausgangslage eine andere. Die Bohnen werden sorgfältig ausgewählt und hell bis mittel geröstet, um die natürlichen Aromen zu erhalten. Ein äthiopischer Yirgacheffe kann nach Jasmin und Bergamotte schmecken. Ein kolumbianischer Gesha nach Pfirsich und Honig. Wenn du da einen Vanillesirup reinkippst, schmeckst du nur noch Vanille.

Es geht nicht um Verzicht, sondern um Respekt vor dem Produkt:

Ein Sirup würde all diese Arbeit zunichtemachen.

Heißt das, dass Sirupe schlecht sind? Nein. Wer seinen Kaffee gerne süß und aromatisiert trinkt, soll das tun. Aber in einem Specialty-Café ist das Konzept ein anderes: Hier steht der Kaffee selbst im Mittelpunkt — nicht die Zugabe.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 bieten wir bewusst keine Sirupe an. Stattdessen setzen wir auf Kaffees mit natürlicher Süße — viele unserer Sorten haben Noten von Schokolade, Karamell oder reifen Früchten, ganz ohne Zusatz. Probier es aus — du wirst überrascht sein, wie süß Kaffee von Natur aus sein kann.

Schau gern auf einen Kaffee vorbei — Green Wall Coffee, Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg, Mo–Fr 8–17 Uhr und Sa 10–17 Uhr.

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