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Was ist Kaffee eigentlich genau – Pflanze, Bohne oder Getränk?

Kaffee bezeichnet drei Dinge zugleich: die Pflanze der Gattung Coffea, den gerösteten Samen der Kaffeekirsche und das daraus zubereitete Getränk.

Was ist Kaffee eigentlich genau – Pflanze, Bohne oder Getränk?

Kaffee bezeichnet drei Dinge zugleich: die Pflanze der Gattung Coffea, den gerösteten Samen der Kaffeekirsche und das daraus zubereitete Getränk.

Warum das so ist

Botanisch gehört Kaffee zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Die Kaffeepflanze ist ein immergrüner Strauch, der in freier Natur bis zu 10 Meter hoch wird. In Plantagen wird er auf 2–3 Meter zurückgeschnitten, damit die Ernte per Hand möglich bleibt.

Was wir umgangssprachlich “Kaffeebohne” nennen, ist eigentlich kein Bohnensamen. Es ist der Kern einer Steinfrucht — botanisch vergleichbar mit einer Kirsche oder Olive. Die Kaffeekirsche wächst am Strauch, reift je nach Sorte in 6–11 Monaten und enthält in der Regel zwei Samen, die mit ihren flachen Seiten aneinanderliegen. Seltener sitzt nur ein einzelner, runder Samen in der Kirsche — der sogenannte Peaberry.

Vom Kern zum Getränk ist es ein langer Weg: Ernte, Aufbereitung (die Entfernung des Fruchtfleischs), Trocknung, Verschiffung als Rohkaffee, Röstung und schließlich das Mahlen und Brühen. Jeder dieser Schritte beeinflusst den Geschmack im Ergebnis. Über 800 Aromastoffe sind im gerösteten Kaffee identifiziert — mehr als in Wein, Whisky oder Schokolade.

Von den über 120 beschriebenen Coffea-Arten sind wirtschaftlich nur zwei relevant: Arabica (rund 60–65 % des Welthandels) und Robusta (35–40 %). Arabica wächst im Hochland, schmeckt komplexer und säurebetonter. Robusta gedeiht im Tiefland, enthält mehr Koffein und schmeckt kräftiger, oft erdiger.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

Diese Frage höre ich regelmäßig an der Theke in der Sophienstraße — meistens von Gästen, die zum ersten Mal eine Tüte Specialty Coffee in der Hand halten und auf der Rückseite “gewaschener Arabica aus Äthiopien” lesen. Dann erkläre ich: Das ist kein Marketing-Sprech. Das beschreibt den Weg vom Strauch in die Tasse. In unserem Café in Berlin-Lichtenberg arbeiten wir ausschließlich mit Arabica-Bohnen aus Direktimport, bei denen wir die Herkunft, Aufbereitung und Röstung genau nachvollziehen können.

Wer den Unterschied zwischen einer gewaschenen und einer naturalen Aufbereitung schmecken will, kann bei uns beide Varianten als Filterkaffee probieren — und versteht dann, warum “Bohne” nicht gleich “Bohne” ist.

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Mehr Tiefe zum Thema findest du im Artikel Espresso perfekt zubereiten. Oder komm vorbei in der Sophienstraße 27 — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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