Soll ich die Brühgruppe regelmäßig fetten?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Ja — alle 2–6 Monate mit lebensmittelechtem Silikonfett vom Hersteller. Wenn sie schwergängig wird oder quietscht, ist es Zeit. Eine gut gefettete Brühgruppe hält länger, arbeitet leiser und verhindert teure Reparaturen.

Warum das so ist

Die Brühgruppe ist das Herzstück eines Kaffeevollautomaten mit entnehmbarer Brüheinheit (z. B. Saeco, Philips, Melitta, Krups). Sie fährt bei jedem Bezug mechanisch aus, presst den Kaffeepuck zusammen, brüht und wirft den Trester ab. Diese beweglichen Teile brauchen Schmierung — ohne Fett laufen die O-Ringe und Führungsschienen trocken, verschleißen und können brechen.

Warum fetten wichtig ist:

So geht's:

  1. Brühgruppe entnehmen (Anleitung im Handbuch).
  2. Unter warmem Wasser ohne Spülmittel abspülen und trocknen lassen.
  3. Silikonfett dünn auf die Führungsschienen, den Kolben und die O-Ringe auftragen. Wenig ist genug — ein dünner Film reicht.
  4. Brühgruppe wieder einsetzen und die Maschine einen Leerzyklus durchlaufen lassen.

Wichtig: Nur lebensmittelechtes Silikonfett verwenden — keine Vaseline, kein Maschinenöl, kein WD-40. Diese Produkte sind nicht lebensmittelsicher und können die Dichtungen angreifen.

Maschinen ohne entnehmbare Brühgruppe (z. B. Jura) werden intern geschmiert — hier übernimmt der Jura-Service die Wartung. Regelmäßig Reinigungstabletten durchlaufen lassen und bei Bedarf den Kundendienst rufen.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 pflegen wir alle Geräte nach Herstelleranleitung. Mein Rat an Vollautomaten-Besitzer: Brühgruppe fetten ist 5 Minuten Arbeit alle paar Monate — und spart langfristig Hunderte Euro an Reparaturen.

Schau gern auf einen Kaffee vorbei — Green Wall Coffee, Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg, Mo–Fr 8–17 Uhr und Sa 10–17 Uhr.

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