Warum schmeckt Kaffee nach Blaubeeren oder Schokolade?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Kaffee enthält über 800 Aromastoffe — viele davon kommen auch in anderen Lebensmitteln vor. Dieselben chemischen Verbindungen, die Blaubeeren oder Schokolade ihr Aroma geben, stecken in geringerer Konzentration auch im Kaffee.

Warum das so ist

Wenn auf einer Kaffeepackung „Noten von Blaubeere und dunkler Schokolade" steht, denken viele: Da wurde etwas beigemischt. Wurde es nicht. Der Geschmack entsteht auf natürliche Weise — durch die Bohne, die Aufbereitung und die Röstung.

Die Chemie dahinter:

Kaffee hat mit über 800 identifizierten Aromastoffen eines der komplexesten Aromaprofile aller Lebensmittel. Viele dieser Verbindungen kommen auch in anderen Lebensmitteln vor:

Wenn du „Blaubeere" im Kaffee schmeckst, erkennst du eigentlich die gleichen Moleküle wieder, die du aus Blaubeeren kennst. Dein Gehirn ordnet die Sinneswahrnehmung der bekannten Referenz zu.

Woher kommen die Unterschiede?

Wie man Aromen besser wahrnehmen lernt:

  1. Bewusst riechen, bevor du trinkst — die Nase nimmt mehr Aromen wahr als die Zunge
  2. Kaffee leicht abkühlen lassen — bei 55–65 °C entfalten sich die Aromen am besten
  3. Schlürfen statt schlucken — Luft verteilt die Aromen besser auf der Zunge
  4. Mit Referenzen arbeiten: bewusst Schokolade, Obst, Nüsse riechen und dann im Kaffee wiederfinden

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg sehen wir das immer wieder. Wer zum ersten Mal einen äthiopischen Natural trinkt und plötzlich Blaubeere schmeckt, hat oft einen Aha-Moment. Das ist kein Sirup, kein Aroma — das ist der Kaffee selbst.

Komm vorbei in der Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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