Welcher Mahlgrad ist ideal für die Mokkakanne?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Mittel bis mittelfein — feiner als Filterkaffee, gröber als Espresso. Konsistenz wie feiner Sand. Zu fein blockiert das Sieb und kann den Druck gefährlich erhöhen. Die Mokkakanne arbeitet mit nur 1,5 bar, deshalb braucht sie ein anderes Mahlprofil als ein Siebträger.

Warum das so ist

Die Mokkakanne sitzt zwischen Filterkaffee und Espresso — und genau da muss auch der Mahlgrad liegen. Der Dampfdruck im unteren Kessel (etwa 1,5 bar) drückt das Wasser durch das Kaffeemehl im Trichter. Ist der Mahlgrad zu fein, kann das Wasser nicht durchdringen. Der Druck baut sich auf, der Kaffee extrahiert zu langsam und wird bitter — im schlimmsten Fall kann das Sicherheitsventil ansprechen.

Zu fein (Espresso-Mahlgrad):

Richtig: Mittelfein (feiner Sand):

Zu grob (Filterkaffee- oder French-Press-Mahlgrad):

Vorgemahlener Kaffee aus dem Supermarkt ist oft als „für Mokka/Espresso" deklariert und häufig zu fein gemahlen — optimiert für Espressomaschinen, nicht für Mokkakannen. In Italien gibt es spezielle „Moka"-Mahlgrade, die etwas gröber sind als Espresso. In Deutschland ist selbst mahlen die sicherste Lösung.

Orientierung für Mühlen: Klickzahlen und Skalen unterscheiden sich je nach Modell; als Faustregel liegt die Mokkakanne bei Hand- wie bei elektrischen Mühlen etwa im unteren Mittelbereich. Immer etwas gröber als für Espresso.

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 mahle ich Gästen auf Wunsch Kaffee für die Mokkakanne — der richtige Mahlgrad ist zuhause ohne Referenz schwer zu treffen. Komm mit deiner Tüte vorbei, dann siehst du, wie „feiner Sand" aussieht.

Du findest uns in der Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg, montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 17 Uhr.

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