Was ist Direct Trade und warum gilt es als fairer?

Von Norbert Ahnsorge (Inhaber) · Veröffentlicht · aktualisiert

Die Rösterei kauft direkt beim Produzenten — ohne Zwischenhändler. Dadurch fließt ein höherer Anteil zum Farmer, oft das Mehrfache des Fairtrade-Mindestpreises. Allerdings: Direct Trade ist kein geschützter Begriff, jeder kann ihn verwenden.

Warum das so ist

Der traditionelle Kaffeehandel hat viele Stationen: Farmer → Zwischenhändler → Exporteur → Importeur → Rohkaffeehändler → Rösterei. Bei jedem Schritt bleibt eine Marge — und der Farmer am Anfang der Kette bekommt oft nur einen Bruchteil des Endpreises.

Wie Direct Trade funktioniert:

Preisvergleich:

Preis pro Pfund (ca.)
Weltmarktpreis (C-Price)stark schwankend (Börsenpreis)
Fairtrade-Mindestpreis1,80 USD
Direct Trade (Specialty)3,00–8,00 USD
Micro-Lot / Auktionskaffee10–50+ USD

Warum es als fairer gilt:

Kritik an Direct Trade:

In der Praxis bei Green Wall Coffee

In der Sophienstraße 27 kaufen wir nicht direkt bei Farmen, sondern bei Specialty-Röstereien. Transparenz ist der Schlüssel: Wenn eine Rösterei „Direct Trade" schreibt, sollte sie auch Farm, Region und Preis nennen können.

Komm vorbei in der Sophienstraße 27 in Berlin-Lichtenberg — Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 10–17 Uhr.

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